...die Eder-Beagle(s)
...die Eder-Beagle(s)

Wir haben wieder einen Pflegehund!
Chester ist ein knapp 7 Jahre alter Rüde. Er ist schön groß (44 cm bis zur Schulter!)und chemisch kastriert (was die Sache vereinfacht, bei unseren beiden Beagle-Damen.... )
Chester musste seine Familie, in der er seit März lebte, verlassen, weil er sich

mit den beiden sehr kleinen Kindern der Familie nicht wohlfühlte, es war wohl einfach zu hektisch für den ja nicht mehr so ganz jungen Hund. 
Leider leidet Chester unter Futterallergien, es wurde auch eine Analyse gemacht, wodurch sich jetzt aber sehr gut ein Futterplan erstellen lässt. Das arbeite ich grade noch durch.
Ganz toll war, dass Chester fast sofort angefangen hat, alles bei uns zu erkunden und mit Buddy durch den Garten zu toben, was das Zeug hält!
Vicky hat schon rausgefunden, dass Chester ganz tolle Sachen kann:
nicht nur Sitz, Platz, Bleib, Komm und Pfote......nee nee nee! Ches beherrscht auch das "große Trick-Einmaleins": Rolle, Totstellen, give me five....Bring und Hol und Gib ab.....und was nicht alles! Das macht richtig Spaß!!
Im Moment liegt er in der Küche und schläft gemütlich. Deshalb berichten wir ein andermal weiter....!

Also, so einen Hund hatten wir noch nie. Schon gar nicht so einen BEAGLE. 
Chester ist klasse! 
Okay, er ist schon aufwendig zu füttern (er hat Allergien gegen diverse Sachen und verträgt als Fleischsorten nur Lamm, Pferd und eventuell Kaninchen und Wild (die beiden letzteren haben wir noch nicht getestet). Außerdem ist er gegen verschiedene Getreide und Gemüse allergisch, damit kann man aber gut leben (finde ich, die mit allergischen
Hunden noch überhaupt keine Erfahrung hat!) - solange man immer das Kleingedruckte auf den Packungen liest....!
Und die Mülleimer geschlossen hält. Chester ist nämlich sehr schlau, er kann alle Mülleimer öffnen, hat auch sofort rausgefunden, wie man die gelben Säcke zerrt aus ihrer Ecke zerrt (um die dann zu öffnen und sich lecker Sachen zum Zerkauen/Auslecken rauszusuchen )
und macht auch vor dem Ablecken des noch nicht gespülten Geschirrs in der Spülmaschine halt.
Also: Schweren Blumenpott auf den Abfalleimer gestellt, Müllbox abgesperrt, dann geht's.

Es gibt aber durchaus noch eine Menge, was er essen kann (ist da auch nicht wählerisch -Obst, gekochte Kartoffeln mit Hüttenkäse....es gibt auch tolle Leckerlie für Allergiker, so dass er also nicht ständig Hunger haben muss).
Chester ist ein ruhiger, großer, sanfter Hund. Er verträgt sich mit jedem: unsere Hunde, Besuchshunde, fremde Hunde (die man so beim Gassi trifft), Katzen.....nur die Kinder sollten schon etwas größer sein (er ist nicht so für Hektik und Lärm).
Obwohl ihn fast nichts aus der Ruhe bringt: gestern musste ich mit dem Staubsauger UM IHN HERUM saugen, weil er grade ein Päuschen eingelegt hat....sowas hab ich noch nicht gesehen :-)
Er liebt das Autofahren und springt nach einem "Hopp" auch brav in den Kofferraum (und wartet auch die Aufforderung zum Aussteigen ab!). Er kann unzählige Kommandos und geht sogar bei Fuß.
Und das Beste: man kann mit ihm

OHNE LEINE

SPAZIEREN GEHEN!!!
Heute früh sauste ein Hase quasi neben uns vorbei, das registriert Chester zwar, es interessiert ihn aber nicht weiter.
Nicht mal, das sein Spazierkumpel Mikey angesichts des Karnickels komplett ausrastete und in den höchsten Tönen heulte (so, dass die Autofahrer stehen blieben und guckten, was da auf der Wiese wieder los ist..... ....der Mikey macht mich echt fertig..... ), erschüttert den coolen Chester. In Chesters früherem Leben hat sich jemand sehr viel Mühe mit ihm gegeben, und das zahlt sich ganz beeindruckend aus!

Außerdem spielt er wie ein junger Hund und liebt Streicheleinheiten. Nach zwanzig Minuten Rennen und Spielen ist er dann müde und legt sich gemütlich irgendwo hin. Und er brummt so wohlig beim Schlafen (schnarcht dafür aber nicht).
Er ist, trotz der Allergiegeschichte, ein ganz Toller.(wir überlegen schon, ob wir den Mikey gegen ihn eintauschen sollen.....NEIN, natürlich nicht!!)

Mir scheint, die Allergiesache wirkt auf viele Leser ziemlich abschreckend - und verprellt womöglich auch Interessenten für Chester.
Ich will deshalb mal ein bisschen erklären:
Chester ist jetzt seit einer Woche bei uns. In den ersten Tagen musste ich mich in Chesters Fütterung durchaus erst einfinden.
Er wird derzeit gebarft, das hat Chesters ehemaliges Frauchen bereits von der Vorbesitzerin übernommen (Chester hat bislang in 2 Familien gelebt). Allerdings ist die Vorbesitzerin offenbar falsch beraten worden, denn sie hat ihn mit Rindfleisch gefüttert. Das führte zu einem signifikanten Allergieschub. In dieser Zeit wurde Chester dann in die 2. Familie abgegeben, die zum Glück noch mal einen neue Analyse machen ließ.

Chester darf folgende Dinge nicht zu sich nehmen:

Rind, Huhn, Pute, Ente
Weizen, Gerste, Soja, Mais, Hirse
Apfel, Bohne, Erbsen, Lauch, Sellerie.


Das heißt jetzt nicht unbedingt, dass er sein Leben lang gebarft werden muss (es ist ja nicht jeder ein Befürworter dieser Art der Fütterung). Es gibt mittlerweile auch zahlreiche Anbieter von sehr guten Trockenfuttern ohne die kritischen Inhaltsstoffe. Oder man nimmt Fleischdosen ohne Zusätze, das geht auch.
Man muss eben nur das KLEINGEDRUCKTE lesen, denn: sobald Chester den Hundekeks mit dem Weizen (oder z.B. etwas, das Soja oder Apfel enthält....und das ist bald in jeder Hundefertignahrung drin :-(( .....frißt, entwickelt er wieder Symptome (in erster Linie Juckreiz, Hautreizungen).
Und man muss sich selbst - und seine Mitmenschen (die Schwachstelle bei uns ist unsere OMA !)- unter Kontrolle behalten: Chester darf man eben wirklich nichts vom Tisch geben.

Dies erzieht zur Disziplin, haben wir schon feststellen dürfen.....! 
NIEMALS war meine Küche so aufgeräumt wie im Moment!
Das Zusammenleben mit unseren Hunden gestaltet sich aber unproblematisch. Ich füttere Chester getrennt von den anderen - weniger aus Angst vor Futterneid (den hat er hier
noch gar nicht gezeigt, auch nicht, wenn's eine Runde allergiefreier Leckerlie für alle gibt), sondern aus Sorge, dass Chester die Näpfe der anderen ausleckt.

Chester bekommt bei uns 3 Mahlzeiten täglich (und wenn ich eine halbe Stunde zu spät anfange, läßt er mich das spüren, indem er mir sozusagen auf den Füßen sitzt):
morgens eine Fleischportion, abends eine Fleischportion (mit Gemüse etc). Damit er vor Hunger und Gier nicht umkommt, haben wir eine Zwischenmahlzeit eingeführt: Mittags/nachmittags kriegt er Hüttenkäse mit Banane....oder etwas Reis mit Obst.....oder ein Hundeeis.....oder ein Ei mit Kartoffel....etwas Thunfisch....es gibt wirklich unzählige Sachen, die er trotz Allergie fressen darf, und er futtert wirklich alles mit der gleichen Begeisterung.
Er nimmt auch seine homöopathischen Mittel mit Begeisterung - Hauptsache, eßbar!

Chester ist ein anhänglicher, beagletypischer guter Esser, der auch gern bettelt (was man ihm noch weiterhin abgewöhnen muss). Wir hatten noch keine Hund, der allergisch auf so viele Dinge reagierte, und ich habe mir den Umgang damit viel schwieriger vorgestellt.
  Die Vorbesitzerin hat eine Entgiftung (mit Hilfe einer Tierheilpraktikerin) begonnen. Diese soll noch bis Mitte August fortgesetzt werden, alle Präpärate und Nahrungsmittelzusätze
reichen bis dahin. Wenn die Fütterung weiterhin konsequent durchgeführt wird, sollte Chester bald symptomfrei sein.
Er wird dennoch ein wenig "schwieriger" als Hunde ohne Allergiedisposition zu füttern sein (und ja, hypoallergenes Futter IST etwas teurer als "normales" - auch Lamm, Pferd, Wild
und Kaninchen sind etwas teurer als Rind oder Huhn). Mitunter ist das geeignete
Futter auch etwas schwieriger zu bekommen (so ging es jedenfalls uns nach Chesters Einzug hier, wir wohnen ja so "JWD"), aber sowas können Hundehalter ja organisieren.

Chester ist die Mühe jedenfalls wert; und ihm braucht man ja soviele andere Dinge nicht mehr beizubringen, er kann ja schon (fast) alles.....!

 

Solange das Pfotenlecken noch nicht ganz aufhört, trägt er im Haus Baumwollsöckchen für Babys, die mit Malerkrepp fixiert werden. Das nimmt er auch klaglos hin. Beim Spaziergang kommen die Socken wieder ab. Wir wollen damit vermeiden, dass er, wenn er ruht, wieder in sein altes Verhaltensmuster verfällt und an den Pfoten herumknabbert. So hat die strapazierte Haut Zeit, ganz zu heilen.

Wegen des wehen Ohres waren wir bei der Tierärztin: Die Ohrentzündung beruht auf einer bakteriellen Infektion und wird nun mit antibiotischer Ohrensalbe (das schafft die Entgiftung leider nicht allein) behandelt, erste Erfolge sind schon da.

 

 

....noch ein paar Facts über Chester:

  • andere Hunde braucht er nicht unbedingt zu seinem Glück, denke ich. Er freut sich, wenn er sie sieht und rennt auch gern mal eine Viertelstunde mit dem Rest der Beagle-Bande - aber dann ist er froh, wenn er sich wieder gemütlich irgendwo hin legen kann.
  • er ist definitiv nicht wasserscheu - Chester springt genauso begeistert in die Eder wie die anderen & schwimmt auch mal ein Stückchen.
  • er liebt es, auf dem Hof oder vor der Tür zu liegen und zu gucken, was sich so tut.
  • große Gassirunden braucht er nicht - nach einer dreiviertel Stunde merkt man ihm an, dass er müde wird. Lieber mehrere kürzere Runden als ein Marathon.
  • sein Pfotenlecken hat evtl. auch mit Langeweile zu tun: ist er unbeschäftigt oder unterfordert, fällt ihm wieder ein, dass er ja gerne mal an den Pfoten leckt....!
  • deshalb ist er auch der ideale Hund für einen lecker gefüllten (großen) Kong oder einen tollen Lammknochen: Beschäftigung eben, ohne ständig den Menschen zu beschäftigen.
  • Chester bellt, wenn jemand am Tor vorbeigeht. Er hört aber auch sehr schnell wieder auf, notfalls hilft ein "Chester,aus!"
  • Chester bringt ein vollständiges Equipment mit: Körbchen, Lederhalsband & -Leine, Geschirr, Pfotenschuhe, Futterplan, Nahrungsergänzung, Homöopathika....wobei, das Körbchen dürfte schon eine Nummer größer sein.....und die Leine würde ich durch eine 5m-Schleppleine ersetzen, denn er kann ja nicht immer bzw. überall frei laufen.
  • neuerdings hat er entdeckt, dass nachts im Menschen-Bett schlafen beruhigender ist als im Körbchen......ich bitte vielmals um Entschuldigung.....!
  • er bettelt. Wir geben nicht nach, aber er bettelt weiter. Immer. Er denkt den ganzen Tag an Fressen. Der Vorteil ist, dass man problemlos seine Aufmerksamkeit bekommt.
  • er ist ein gemütlicher Gassigänger, der viel stehenbleibt und schnuppert. Spaziergänge mit Chester sind angenehm (und haben die Bezeichnung auch verdient! Mikey, du Oberhektiker, nimm dir mal ein Beispiel!!!) Er läuft komplett ohne Leine, und ist perfekt abrufbar. Absolut faszinierend!

08.08.2012: Chester ist vermittelt! Ein sehr sympathisches Paar hat sich für ihn entschieden. Der einzige "Nachteil": Chester wird in der Schweiz leben. Wie kommt es nur, dass unsere Pflegehunde immer so weit weg ziehen?! Ich freue mich sehr für ihn, denn er hat es so verdient. Eine Weile wird er uns noch erhalten bleiben: sein Reisetermin ist für Ende August geplant. Das ist insofern gut, dass wir noch die Entgiftung beenden können, und die Bakterien dürfte er bis dahin auch endgültig los sein. Sein Ohr sieht jedenfalls schon TOP aus!

Langsam naht der Abschied von Chester....am Samstag soll er in sein neues Zuhause umziehen.

Anfang der Woche hat er uns nochmal eindrucksvoll bewiesen, was für ein wohlerzogenes Kerlchen er ist:

4 Beagle & ich stromern durch den Wald, Nachmittagsgassi.
Alle Hunde an der (Schlepp-)Leine, außer Chester (weil er sich ja in den vorangegangenen Wochen so gut benommen hat, er läuft zwar mal ein Stück vor, wartet dann aber oder kommt zurück, spätestes beim Rückruf)).

Hinter einer Kurve steht ein

*****REH*****

auf dem Weg.

Alle Anwesenden haben eine deutliche Schrecksekunde, auch das Reh. Dann.... läuft das Reh los.
 Alle Beagle laufen auch los, unter wahnwitzigem Geheule, Gebell und Geläut. Ich fang auch an zu rennen, um die Hunde nicht strack in die Leinen brettern zu lassen.

Chester läuft auch, und ich denke: tja, pustekuchen, ohne Leine....herrje.....

Während ich noch damit beschäftigt bin, meine drei Irren zu bändigen, rufe ich "Chester!"
Und "HIIERHER!" und "ZURÜCK!", aber ohne große Hoffnung.

CHESTER stoppt, etwas verwirrt, nach höchstens 10 Metern, guckt noch mal dem flüchtenden Reh hinterher, und:
KOMMT DANN ZURÜCK!!! Zu mir!!! Und sofort!!

Auf die Knie fallen könnte ich. Ich hab noch NIE erlebt, dass sich ein Hund, Jagdtrieb hin oder her, bei einer Wildbegegnung abrufen lässt, und bin deshalb wirklich extrem begeistert!!!

Mit Mikey mache ich seit einem halben Jahr Antijagdtraining, aber so wie Chester wird Mike nie reagieren (können).

Fazit: Chester ist super! 

Gestern, am 25.08.2012, ist Chester in sein neues Zuhause gezogen. Die fast 6 Stunden lange Reise verlief problemlos: Chester hat klaglos geschlafen (natürlich gab es Pinkel- und Füße-vertret-Pausen!). In Karsruhe hat H. ihn übernommen, und den Blick, den Chester mir beim Vorbeifahren aus dem anderen Auto zuwarf, werde ich nie vergessen.

Er ist gut in der Schweiz angekommen.

Ches, ich wünsche Dir alles, alles Gute, und werd gesund. Ich werde mir weiterhin um ihn Sorgen machen und hoffe, er bekommt alles, was er braucht.

Ich wage eine Rückblende....:

Die ersten 10 Tage mit Chester – übrigens mein Sommerurlaub - fand ich ziemlich schlimm: er hatte die offene Pfote und blutig gekratzte Ohren. Wir waren jeden Tag beim Tierarzt, auch samstags, um die Ohren zu reinigen und die Pfote zu verbinden.

Ich hatte Mühe, mich in die Essenszubereitung - insbesondere die korrekte Zugabe alle der Mittel, die die Tierheilpraktikerin für Chester ausgesucht hatte - einzufinden, und ständig entwickelte Chester neue Strategien, sich unerlaubtes Futter zu organisieren.

Nach einer Woche war ich völlig fertig, übermüdet und davon überzeugt, dass der liebe, große Chester der erste Hund sein wird, bei dem ich die Segel streichen muss.

Chester kam bei uns an mit einer massiven Ohrenentzündung und starken Leckekzemen zwischen den Zehen und am Schwanz.

Unsere Tierärztin veranlasste eine Laboruntersuchung des Ohrabstriches, es ergab sich ein Bakterienbefall mit „Pseudomona aeruginosa“.

Die Tierärztin verordnete Ohrensalbe (Posatex) und juckreizstillendes Spray für die Pfoten, außerdem zur oralen Einnahme (für 10 Tage) Marbocyl.

 

Als dann fest stand, dass er diesen Keim „Pseudomona aeru....“ hat, der für Ohrenentzündung und Juckreiz verantwortlich ist, ging es bergauf.

Mit den richtigen Medikamenten - die Entgiftung allein macht Chester leider nicht gesund bzw. kann nicht wirklich wirken, solange der Hundeorganismus gegen dieses relativ seltene Bakterium ankämpft - ging es Chester von Tag zu Tag besser, und mit der ausgeklügelten Strategie der  Babysocken, die er zeitweise im Haus trägt, erspare ich mir das ständige Ermahnen und Gucken.

Die Nahrungszubereitung geht mir mittlerweile leicht von der Hand.

Chester ist ein lieber, sympathischer Kerl, der einem sehr ans Herz wächst mit seiner Gelehrigkeit. Er ist leicht zu führen und möchte auch gefallen.

Außerdem brummt er so schön, wenn er sich wohlfühlt J

Wenn der große, langbeinige Ches durch hohes Gras springt, oder mit den anderen rauft, macht er einen sehr jungen, fröhlichen und lustigen Eindruck. Dann wälzt er sich noch auf dem Rasen und guckt einen so schelmisch an… und dann möchte ich eigentlich nur noch eins: dass es ihm gut geht.

Zwei unserer schönsten Momente: ein Sonntagmorgen mit noch taufeuchtem Gras, in dem Chester mit Buddy herumspringt wie ein Fohlen. Er „lacht“ über sein ganzes Hundegesicht, die Ohren fliegen, und er ist sichtlich glücklich.

Und ein Augustabend nach einem sehr heißen Tag, Ches und ich liegen nebeneinander im Garten und gucken in den Sternenhimmel (okay, ich gucke, Ches ratzt brummend vor sich hin).

Und wenn er sich sooo doll freut, wenn man nachhause kommt. Oder das lange, fragende Gesicht, dass er macht, wenn ich mich zum Dienst anziehe. Die Begeisterung,  die er zeigt, wenn man etwas mit ihm unternimmt.....der große Hundekopf (der wirklich viel größer ist als Mikeys oder Buddys), der sich unter meine Hand schmiegt: kannst du mich nicht mal kraulen, Mensch?

Seine Art, ruhig vor der Haustür zu liegen und in die Gegend zu gucken....dass er wirklich zurückkommt, wenn man "hierher" ruft - auch schon, als ich ja eigentlich noch fremd für ihn war. So vieles.

Er ist die „Mühe“ definitiv wert.

Jeder meiner Pflegehunde wuchs mir ans Herz und jeder hatte etwas Besonderes, wofür er /sie besonders liebenswert war. Chester hat aber etwas „besonders Besonderes“: vielleicht ist es, weil er schon so abgeklärt und cool ist, vielleicht ist es seine gesundheitliche Disposition. Ich hoffe, er wird wieder ganz gesund und kann das Pfotenlecken sein lassen (bis dahin kann er ja Söckchen tragen, das macht ja nix).

Die bedarfsgerechte, seiner Allergie angemessene Ernährung ist wirklich nicht allzu schwierig zu bewerkstelligen.

Chester ist ein großer, sanfter Hund mit einer schon grau werdenden Schnauze, einem wunderschönen, elastischen Gang und einem fantastischen Charakter.

Ich hab ihn lieb und tief ins Herz geschlossen. Er wird uns fehlen; aber ich bin froh, dass Chester als Einzel- oder höchstens Zweithund besser betreut werden kann. 

Im nächsten Leben.....behalte ich all diese wunderbaren Hunde.

Auf meinen Sofas werden dann (neben den anderen) meine Mo und Lilli, Marvin und Chester schlafen, und alle, die noch kommen und ein Stückchen von mir mitnehmen, wenn sie wieder gehen.

Der Gedanke macht, dass ich mein Büro für ein paar Minuten verlassen muss. Ich heule auf dem Klo.

 

Gute Nacht,  und herzliche Grüße an Euch alle, die ihr (mindestens) einen Hund (wenn nicht sogar einen Beagle!) liebt.