...die Eder-Beagle(s)
...die Eder-Beagle(s)

Emil, *10.07.2014

Ganz überraschend zog am Montagabend, 23.09., der kleine Wildfang Emil bei uns ein.

Emil ist erst 10 Wochen alt und ein waschechter Beagle. Er ist kein Laborhund, sondern einer von sieben Welpen eines privaten Wurfs. Er durfte vor 14 Tagen in seine neue Familie umziehen.
Dort ergaben sich aber dann beim frischgebackenen Frauchen große gesundheitliche Probleme, so dass es für Emil besser war, nochmals auf die Suche nach einem tollen Zuhause zu gehen.
Die erste Nacht bei uns war erwartungsgemäß ein wenig unruhig - so viele neue Eindrücke und Hunde und Menschen müssen von dem Minibeagle auch erst mal verarbeitet werden...!
Wir sehen gespannt den kommenden ereignisreichen und turbulenten Tage mit dem frechen, fitten Welpen entgegen! Unserem Spielratz Buddy hätte man jedenfalls keine größere Freude machen können :silly:Während ich das hier schreibe, kommt er angetapst und will auf meinen Schoß. Nun liegt er da und lässt sich knuddeln und macht dabei komische Welpengeräusche, die eher nach Meerschweinchen als nach Hundekind klingen .

:)

Emil ist SOWAS von typisch Beagle-Welpe, das gibt's ja eigentlich gar nicht. Er hat das Staubsauger-Gen (Futter ist in nullkommanix weg, und zwar egal, WESSEN Futter das grade war - auch meins!!) und den sturen Beton-Kopf. Außerdem ist das kleine runde Köpfchen voll mit lustigen Einfällen und allerlei Unsinn. Vicky nennt ihn "Mephisto" - zu Recht!!:evil:Er sortiert die Wäsche, liebt vor allem Schuhe, und dekoriert auch mal gern um. Er räumt im Garten auf (natürlich seinem Emil-Plan gemäß) und kann ALLES gebrauchen. :huh:Überraschend gut klappt es mit der Stubenreinheit, wohl auch deshalb, weil er sich super an den anderen Hunden orientiert - wenn alle rausgehen, geht er mit und weiß dann auch, was "Mensch" von ihm erwartet. :kiss:Emil liebt ALLE Menschen, egal, ob Männer, Frauen oder Kinder. Wildfremden setzt er sich gern mal auf die Füße oder zwischen die Beine. Berührungsängste sind ihm fremd - wieso denn auch nicht, er hat ja bisher noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.
Mit anderen Hunden ist es genauso - an die fremden nähert er sich vorsichtig an, die schon bekannten werden überschwänglich begrüßt und angespielt. Die härteste Nuss für den kleinen Charmebolzen ist unser Wanja, der es ja bekanntlich mit den hündischen Ausdrucksmöglichkeiten nicht so hat. Emil rennt beim Spazierengehen unter und neben dem Großen her und versucht, seine Ohren zu erwischen. Solche Respektlosigkeiten lassen Mikey oder Georgia niemals durchgehen: eine kurze Knurr-Ansage, und der Kleine zieht sich heulend zurück. Die Sozialisierung hat bei Emil auf jeden Fall super geklappt, er kennt sich mit anderen Hunden aus und weiß sich eigentlich auch zu benehmen.
In Buddy hat er seinen idealen Partner gefunden (und umgekehrt): die spielen und raufen bei jeder Gelegenheit und auch bis zur Erschöpfung.
Seinen Schlafplatz hat Emil im Moment auf einer kuscheligen Decke, ich habe ihn aber auch schon auf dem Sessel und in Vicky Bett schlafen sehen. Da macht er sich dann lang, die ganzen 45 cm, und grunzt behaglich vor sich hin. Er lässt sich gern mal hochnehmen und knuddeln, aber "stundenlanges" Streicheln findet er doof, da fängt er an zu zappeln und schlägt einem die nadelspitzen Beißerchen in die Finger.
:blink:Beim Autofahren heult und jammert er, da fehlt ihm noch die Erfahrung. Supertoll hingegen findet er Spaziergänge: Geschirr und Leine sind kein Problem für ihn, er hüpft munter vorne weg und schaut wieder ganz oft zu seinen Menschen und Hunden - welpentypisch läuft er immer brav bei einem. Und wenn man mal stehenbleibt, um vorbeikommenden Nachbarn das süße Hündchen vorzustellen, nutzt er schnell die Gelegenheit und zuppelt einem die Schnürsenkel auf oder nagt ein bisschen am Hosenbein.
Dabei knurrt er dann gern Furcht erregend. Bellen kann er auch, aber es klingt mehr wie das Quaken einer Ente.
Allein bleiben kann Emil noch gar nicht. Er kennt es nicht und wird es erst mühsam lernen müssen. Ihm helfen auch die anderen Hunde im Moment nur bedingt, er will dann seinen Menschen und heult und jammert, was das Zeug hält.
Ja, Emil ist anstrengend! Das sind Welpen fast immer und Beagle-Welpen in besonderem Maße.
Als Buddy zu uns kam, war er noch etwas jünger als Emil jetzt. Buddy ist ein toller Hund geworden, der gut hört und viel gelernt hat (und noch lernen möchte). Und Emil wird auch so werden! Es macht unglaublich Freude, den kleinen Hundemann auf seinem Weg zu begleiten.
Emil hat gerade neue Zähnchen und haut sie liebend gern in alles rein, was auf dem Weg liegt. Er ist beim Spielen und Raufen laut, und man muss ständig ein Auge auf ihn haben. Ich habe zwar mittlerweile keinen einzigen heilen Finger mehr und durchlöchterte Jeans, aber gleich wird Emi sich wieder unter dem Schreibtisch zusammenrollen und so schnuffelnde Geräusche beim Schlafen von sich geben. Das hilft zwar den Fingern im Moment nicht, wärmt aber das Herz

:-)

Emil ist nun wieder ausgezogen - am 03.10. schon konnte er zu seiner neuen Familie und vor allem zu Beagle Barney (hach! einer der schönsten Beaglerüden, die ich je gesehen habe... :kiss: - leider wollten sie ihn seltsamerweise nicht einfach eintauschen.... ) Aber er ist Hesse geblieben!:woohoo: Bei aller Action: es hat uns sehr leid getan, den nun zwölf Wochen alten kleinen Kerl schon wieder ziehen lassen zu müssen! Nun heißt er Timber, und er wird es ganz toll haben, auf dem hessischen Land, mit Katzen und Hühnern und natürlich dem Barney.
Beim Einzug hat er augenblicklich dem großen, gutmütigen Barney den riesigen Kauknochen geklaut und erstmal weg geschleppt. Somit hat er in der neuen Familie nahtlos da weitergemacht, wo er hier aufgehört hat
Dann hat er sich auf den dicken Teppich unterm Esszimmertisch gebettet und geschlafen. Verabschieden wollte er sich schon gar nicht mehr.;)Hier wird er sehr vermisst, vor allem von Buddy. Wir haben natürlich einen Sack von Erinnerungs-Fotos vom Toben und Spielen und welpensüß in die Welt gucken, aber ich mag sie mir gerade gar nicht ansehen, es schmerzt noch ein bisschen zu sehr.
Mach's gut, Süßer (und natürlich wird er für mich immer der Emi bleiben!) - ich hoffe, ich erkenn Dich nächstes Jahr in Burbach wieder!