...die Eder-Beagle(s)
...die Eder-Beagle(s)

Unsere Bücher

(erhältlich über den Buchhandel oder zum etwas geringeren Preis über mich - Email genügt)

Making of :-)

28.04.2016: ….huch! 2017 ist ja Jubiläum. Man könnte ja nochmal ein Buch machen!


04.09.2016: Vorstandsentscheidung: okay, machen wir ein Jubiläums-Irgendwas.


-07.09.2016: Facebook-Jubi-Gruppe geht online, die Ideen und Inhalte werden vorgestellt.
Ende September: Briefe mit Bitte um Beteiligung

an 75 Personen des öffentlichen Lebens verschickt.


20. Oktober 2016: Word-Datei mit dem Namen „Buch Material“ eröffnet = hier wird alles Material gesammelt.


27.10.16: der Titel (Schrift und Bild) steht fest – seltsamerweise hat bis zum Start dieser Fanpage kein Mensch danach gefragt ;-) Das stimmt mich schon nachdenklich. (Danke, Anette, fürs „Dichthalten“!)


16.01.2017: Redaktionsschluss für externe Beiträge.


31.01.2017:….und für die internen auch (2 Nachzügler kommen trotzdem erst im März ;-), und ich schreibe sowieso bis zum letzten Tag immer weiter und vor allem „um“)


02.02.2017: das Korrektorat beginnt. Uns tränen die Augen.


ab 20.02.2017: Beginn Lektorat. 6 Beiträge werden am Ende leider gecancelt – zu wenig Bezug zum Laborbeagle-Thema, oder zu kritisch, oder zu korrekturbedürftig, oder einfach zu speziell. Am Ende bleiben trotzdem 400 Seiten übrig. Geplant waren 150-180 (!).


14.03.: alles wieder da. Aufarbeitung der „Randbemerkungen“ (nennen wir es mal so) der Lektorin
18.03.2017: !!KRISE!! - es gibt etliche Fotos, deren Auflösung für den Druck zu gering ist, und entschieden zu viele Farbseiten. Betrifft leider alle Geschichtenschreiber und die Hälfte unserer eigenen Texte, das Buch wird zu teuer.
Vorläufige Lösung: wir warten den Probedruck ab und entscheiden dann, welche Seiten in Graustufen gedruckt werden können.


23.03.2017: das komplette Manuskript wird an den Verlag abgegeben. Ich fühle mich verwaist.
natürlich erwarte ich, dass sich sofort am nächsten Tag jemand meldet.
was ebenso natürlich nicht der Fall ist.


25.03.2017: Alina und ich besuchen die Buchmesse in Leipzig, persönliche Gespräche mit dem Verlag :-) Die Entscheidung, zusätzlich ein Fotobuch über die „Berufe unserer Beagle“ zu machen, wird ziemlich spontan getroffen.


07.04.2017: der Andruck für das vorläufige Cover ist da J einige kleinere Korrekturen möchte ich haben. Wird innerhalb weniger Tage problemlos bewerkstelligt. Freigabe am 12.04. erteilt J Jetzt haben wir ein Cover. Und was für ein tolles J
Auf die Freigabe-Mail kommt fast sofort eine Antwort, die folgende nämlich: „bitte denken Sie noch daran, uns Ihre Datei in zusammenhängender Form zu senden. Nur eine solche kann zum Druck vorbereitet werden.“
WHAT? Sofort ans Telefon: „….aber Sie hatten mir doch zugesichert, auch die einzelnen Pdfs verarbeiten zu können!“ (Jetzt haben wir zwar ein Cover (ja, ein ganz tolles!!) – aber offenbar keine Seiten zwischen den Buchdeckeln?!)


„Ach ja, richtig, hatten wir drüber gesprochen.“ (Stein fällt vom Herzen). Dann: „Ja, stimmt schon. ABER NUR, wenn alle das gleiche Format haben.“
Der GAU. Zwei Tage konvertieren für die Füße, und jetzt? Wir beratschlagen die Alternativen. Alle hören sich teuer an. Es ist Gründonnerstagnachmittag, fünf nach halb fünf, die Frau hat ja längst Feierabend, aber meine Nackenhaare stehen immer noch senkrecht! Wir vertagen uns auf nächste Woche, bis dahin muss ich mir irgendwas einfallen lassen.


Das Problem: durch die vielen einzelnen Komponenten mit Grafiken, Texten, Fotos, Tabellen und was weiß ich noch für ein Klimbim, haben die Dateien unterschiedliche Formate. Die Grafiken zum Beispiel haben DinA4 und sind hübsch bunt. Vorschlag des Verlages : alles in DinA4 setzen und das Buch auch in diesem Format drucken, macht auch schön was her! Kurze Kalkulation: Buch kostet 70 €. Vorschlag gestrichen.
Alternative? Im Moment nicht. Der Verlag sieht sich außerstande, die vielen Einzeldateien zusammenzulegen und in die richtige Größe zu überführen. Entweder muss ich das machen, oder sie müssen alles aus dem großen Format in das vorgesehene Buchformat (17x22) umrechnen. Dann wird aber die Schrift SO klein, dass man das ganze höchstens noch unter der Leselupe entziffern könnte. Zum Preis von fast 30 Mäusen. Dolle Show.
Ich gebe mich eine Weile meiner uferlosen, einsamen Verzweiflung hin. Eine sehr lange Weile!
Dann setze ich mich an den PC und fange an, Dateien aufzudröseln.


Blöder Selbstverlag! Ich bin ein Dilettant, ein Laie, eine größenwahnsinnige Null. Richtige Autoren haben Agenten, technische Berater und ein Heer von Grafikern und PC-Spezialisten. Ich hasse meine Schrottidee, wieso muss man denn ein Buch machen, zum Teufel?! Ein Websiten-Artikel zum Jubiläum hätte es doch wohl auch getan! Und was für eine beknackte Idee mit diesen ganzen Extras! Wen interessiert das eigentlich? Versteht eh nur eine unbedeutende Minderheit! Und ist ja nicht so, dass man irgendwelches Geld damit verdienen könnte! Warum hat mich keiner davon abgehalten! Ein Jahr meines Lebens steckt in diesen vermaledeiten falschen Formaten! Wie viele Kilometer hätte man da mit dem Hund laufen können! (Selbsthass-Tirade Ende).
Schon nach wenigen Stunden bin ich der Lösung ein bisschen näher gekommen: man kann PDF-Dateien skalieren. Ergo: Alle Ursprungs-PDF werden skaliert. Dazu muss man ein Freeware-Programm bemühen. Als ich es endlich geschnallt hab, sind die DIN-A-4-Grafiken aber am Ende wirklich als kleines Format da. ----GEIL!!----
Und diese 5 Schritte pro Dokument machen wir jetzt frohgemut 60mal hintereinander. Also, ich. Nicht „wir“. „Wir“ ist schon seit Monaten nur mein PC und ich, aber die Verwendung vom Plural klingt so schön ermutigend.
Während dieser – für mich als Computer-Laie - anstrengenden Lösungssuche hatte ich dann das Gefühl, dass wichtige Schaltkreise in meinem Kopf überhitzen und ich glaube, ich sehe auch Rauch aus dem PC aufsteigen. Okay, fertig, einpacken, wegschicken. Leider hatte ich eines nicht bedacht:
Es ist Ostern. Kein Mensch arbeitet, außer mir, nichts geht weiter, alles steht still.
Nach Beendigung der Sklavenarbeit mit den Formaten, die Datei ist zwölfmal überprüft und abgeschickt, beginne ich notgedrungen mit dem, was ich am wenigsten kann: abwarten. Geduldig sein. Noch nie-, nie-, niemals hat ein Mensch einen Werktag mehr herbeigesehnt.
Nach diesem ganzen Hin und Her, das aus meinen armen Nerven hauchdünne ausgefranste Bündel gemacht hat, kommt am 20.04.17 endlich die nächste Mail vom Verlag. Sie beginnt mit den fröhlichen Worten:
„Liebe Frau Weigel, hatten Sie entspannte Ostertage?“
Liebe Frau Malek, ich hasse Sie.


Aber: die Datei passt anscheinend, das erste Ansichtsexemplar wird in Auftrag gegeben.


22.04.2017: nächste Herausforderung: Das Fotobuch-Skript ist fertig. Unser Dorf-Internet überrascht mich damit, dass das Hochladen der 198 MB sogar gelingt! Allerdings habe ich Bauchschmerzen, weil viele der Fotos eigentlich nicht den Vorgaben des Verlages genügen. Da es nicht anders geht, muss ich auch hier den Probedruck abwarten und hoffe mit allem, was ich habe, dass ich nicht am Ende alles ändern muss.
Am Morgen nach der Abgabe habe ich den schlimmsten Kater der Welt –ohne eine einzigen Tropfen Alkohol getrunken zu haben! Ich habe sauschlechte Laune und würde am liebsten im Bett bleiben. Ich will nicht warten, schon gar nicht zwei Wochen, ich will das Ergebnis meines Schaffens JETZT und SOFORT sehen und anfassen, das, was der PC-Bildschirm mir zeigt, reicht nicht.


Was soll ich denn jetzt machen? Tage und Nächte voller trüber Ödnis breiten sich vor mir aus, angefüllt mit nichts als Alltag: Kind, Haushalt, Hundespaziergänge, Job 1 und Job 2.
Ich nähe zwei Taschen und die üblichen Aufträge und mache endlich den Beistelltisch mit dem Beagle-Mosaik, der schon im Herbst fertig sein sollte. Dann ist mir wieder langweilig.
Deshalb gibt es jetzt noch einen kleinen Bruder vom Foto-Buch.
Aber halt! Ein Licht am Horizont: Marketing! Eine Facebook-Fanseite muss her, und ein Plakat, und die Presse soll auch wissen, was wir haben, und das Plakat wird gestaltet, und auch die Postkarten können mal langsam gedruckt werden…..


….über all dies ist es Ende April geworden. Im Moment warte ich wieder. Auf das Ansichtsexemplar. Und hoffe, dass ich nicht einen schrecklichen Schock bekomme.


05.05.: das Ansichtsexemplar ist da. Rechtzeitig, um einem schön das Wochenende zu versauen ;-) ;-)
war ja klar: NATÜRLICH gibt es Korrekturbedarf. Irgendwie sind die Dinge zwischen zwei Buchdeckeln auf einmal ANDERS als am PC. Ich verschiebe also stundenlang Absätze und bemühe mich, mein räumliches-Denken-Manko in den Griff zu bekommen. Anscheinend habe ich auch manchmal ein rechts-links-Problem: die Seitenzahlen sind nicht immer da, wo sie sein sollten, und irgendjemand hat in einigen Wörtern Buchstaben geklaut und vertauscht. Argggghhh!


15.05.: das 2. Ansichtsexemplar ist da. Ich möchte ausflippen: nur ein Teil der gewünschten Korrekturen wurde übernommen. Wieso, Frau M.?


Frau M. vom Verlag enthält sich jeder Entschuldigung, räumt aber ein, dass “beim Upload wohl etwas schief gegangen ist.” Ja. Offensichtlich. Also: neue Korrekturrunde. Langsam kommt es mir vor, als würde es ein bisschen eng.


Mal sehen. Falls ihr bis Ende der Woche nichts mehr von mir hört, schickt den Notarzt. Oder guckt in den umliegenden psychiatrischen Krankenhäusern, vielleicht bin ich da gelandet ;-)

 

Liebe Grüße :-) Marion