...die Eder-Beagle(s)
...die Eder-Beagle(s)

Buddy

PitaPata Dog tickers

 

Alles fing damit an, dass unser fast 16 Jahre alter West-Highland-Terrier Dandy im Frühjahr 2009 an Altersschwäche starb. Weil wir immer schon einen Hund an unserer Seite hatten, konnten (und wollten!)wir nicht ohne Hund leben.

Nach einigen Monaten begaben wir uns auf die Suche nach einem neuen Gefährten.

Zunächst galt es,  die für uns passende Rasse zu finden. Uns gefiel der Beagle, der uns leider als schwer erziehbar bekannt war.

Nach einem wahren Informationsmarathon begaben wir uns in der Gewissheit, die "richtige" Rasse ausgesucht zu haben,  auf die Suche nach "dem" Beagle.

In unserer Familie gab es im Verlauf mehrerer Generationen bereits:

Spitze, Mischlinge, Terrier und einen Dobermann.

In der näheren Verwandschaft leben derzeit: Dackel, Landseer, Wachtelhunde und auch ein Rottweiler (der hat einen richtigen Beruf als Diensthund bei der Polizei!)

Wir glauben also eine gewisse Hundeerfahrung zu haben.

Endlich,  nach ausdauernder Suche,  fanden wir einen verantwortungsvollen  Züchter mit tadellosem Ruf.

Nachdem wir uns gründlich über die Züchter und Hunde informiert haben, warteten wir auf die  Hunde-Welpen, die Herbst 2009 das Licht der Welt erblicken sollten.

Eines Tages, nach dem ich aus der Schule kam, erfuhr ich die traurige Nachricht, das alle Welpen im Mutterleib gestorben waren.

Natürlich gaben wir nicht auf und suchten weiter nach dem perfekten Beagle-Welpen!

Als ich am nächsten Tag in der Schule meiner Freundin von dem Tod der kleinen Hunde berichtet habe, tröstete sie mich.

Später als ich wieder Zuhause war rief meine Freundin mich an und teilte mir mit das in einer Zeitungs-Anzeige von Beagles die Rede war.

Meine Mutter und ich riefen sofort bei der vorgegebenen Nummer an und vereinbarten ein Treffen mit den Züchtern.

Wie das so ist......Schon beim ersten Anblick der letzten Beagle-Welpin (außer ihr war noch ein Rüde da, die anderen waren bereits vermittelt) wurde meiner Mutter und mir warm ums Herz.

Die kleine Hündin  mochte uns anscheinend auch und zeigte dies, indem sie an meinen Zehen zu knabbern begann.

Wir baten uns aber noch Bedenkzeit aus, ohnehin waren die Hunde noch zu jung, um ihre Mama zu verlassen.

Letztlich entschieden wir uns nach einem eingehenden "Vorstellungsgespräch" mit der Hundebesitzerin für die kleine Hündin. 

An einem heißen, gewittrigen Tag im September 2009 holten wir sie in zu uns nach Hatzfeld.  Und ihr Name war: Bailey.....

 

Bailey ist aber ein sehr sperriger Name für den kleinen Feger gewesen,
also heißt sie nun Buddy.

Ich wurde ein paarmal beim Gassigehen angesprochen, ob dieses reizende 
Tier ein Laborbeagle sei. Wie....was? In meiner Verwirrung - ich bitte
vielmals um Entschuldigung, ich war völlig unwissend - half wieder nur das
Internet aus diesem Tal der Ahnungslosigkeit.
Fortan informierte ich mich also über Laborbeagles.
Und nach wiederum gründlicher Überlegung war klar: wir brauchen 
unbedingt noch einen zweiten Beagle. Auch Buddy vermittelte bei genauem Hinschauen den Eindruck, als bräuchte sie dringend Verstärkung......
Ich rief  bei der Laborbeaglehilfe in Langgöns an. Glücklicherweise war all dies Ende Mai letztenJahres, und eine Woche später war Laborbeagletreffen in
Burbach......nix wie hin!!!
Dort gab es eine Menge netter Leute, tolle Gespräche und Infos und
soooo viele Beagle (oder heißt es doch "Beagles"?).

Und eine weitere Woche später war die Verstärkung für Buddy schon
da.....es ist ein 2,5 Jahre altes Laborbeagle-Mädchen aus dem Tierheim Wermelskirchen. Ihr Name ist Georgia, und sie ist eine Seele von einem Hund.

 

Buddy wird am 08. Juli 2011 zwei Jahre alt. Sie ist eine wilde, freche, lustige kleine  Beagledame! Sie ist ein trikolor-Beagle und unverwechselbar mit ihrem heute noch welpenhaftem Aussehen - ihr Fell wirkt, als ob sie noch reinwachsen müsste....und sie hat eine herzförmige Fellzeichnung am Po.

Georgia feiert am 16.08.2011 ihren 3. Geburtstag. Sie ist ebenfalls dreifarbig, aber eine elegantere, ja "damenhaftere" Erscheinung als unsere tapsige Buddy-Maus. Vom Charakter sind beide Hunde sehr unterschiedlich, allerdings ergänzen sie sich perfekt.

Unsere Laborbeageline Georgia hat ihre Welpen- und Junghundezeit (und noch einige Monate danach) im Labor verbracht.  Nun möchte ich mal "kurz" beschreiben, wie Buddys erste Lebenswochen verliefen.
Buddy war einer von sechs purzelgesunden Welpen (ohne jegliche Papiere oder VDH-Kenntnis), die Anfang Juli 2009 zur Welt kamen. Die Besitzerin der Mama hing der Überzeugung an, dass jede Hundedame einmal im Leben geworfen haben solle (wir teilen diese Meinung nicht!)..
Einen kleinen Hundejungen hatte sich die eine Tante der Familie schon ausgesucht, einen zweiten wollte die Arbeitskollegin, den dritten nahm die Familie vomHundePapa zu sich, der vierte Welpe reiste zu Verwandten..... und Nummer fünf und sechs waren jetzt noch "übrig". Über eine Schulfreundin hörte ich davon (wir waren schon länger auf der Suche und hatten, ich gestehe es zu meiner Schande, noch nichts von der Laborbeaglehilfe gehört), es wurde telefoniert, und am nächsten Abend standen wir bei der Familie vor der Tür und lernten die zwei Welpis kennen. Hach! (Hinschmelz.....)
Vicky (meine Tochter) entschied sich für das kleine Hundemädchen (der Welpen-Junge zog kurze Zeit nach Buddys Auszug in einen Jäger-Haushalt und genießt dort eine adäquate Erziehung!). Die Hundchen waren aber zunächst noch zu jung zum Abgeben, deshalb durfte die Family noch ein bisschen zusammen bleiben.
Buddy und ihre 5 Geschwister sind in einem Reihenhaus mit Garten zur Welt gekommen. Die Familie hat drei Kinder von (damals) 3 bis 14 Jahren. Die Wurfbox befand sich in einem Extra-Raum (die Frau sagte, vorher sei das Zimmer das Bügel/Allzweck/Krimskrams-Zimmer gewesen) direkt neben der Küche. Außer der großen, gewärmten Wurfkiste (die war jetzt aber wohl eher eine Schlaf-/Kuschelkiste) befanden sich in dem Raum ganz viele Spielsachen, eine Freßecke, mehrere Wassernäpfe, Kuscheldecken und ein Sessel, der offenbar schon heftig als Kauknochen benutzt worden war. Die Hunde durften sich aus dem Raum hinaus in den Garten bewegen (außer nachts) und auch ins Wohnzimmer und einige anderen Räume laufen. Die Schlafzimmer, sämtliche Treppen und das Bad waren allerdings tabu. Außer dem Garten hatten die Welpen noch ein ausgeräumtes Gartenhaus zur Verfügung, dessen Holzboden mit dicken Kissen ausgelegt war. Dort, herumtollenderweise, sahen wir unsere Buddy zum ersten Mal. Sie war zutraulich und offen, verspielt und neugierig (sie hat alle diese Eigenschaften heute noch, und es sind sogar noch einige hinzugekommen....  ).
Die Hundemama haben wir auch kennengelernt, sie war etwas über 3 Jahre alt, freundlich und sah ausgesprochen zufrieden aus. Alle Hundekinder waren entwurmt und grundgeimpft, aber nicht gechipt (das haben wir bei Buddy nachgeholt). Es war deutlich zu sehen, dass die abgebende Familie die Welpen umsorgt, gehegt und gepflegt hat, dass es ihnen an nichts gefehlt hat und dass jede Menge gespielt und sozialisiert wurde. Wir sind bis heute mit der Familie in losem Kontakt, es ist übrigens bei dem einen Wurf geblieben. Keiner der Hunde landete in einem Tierheim oder leidet an Krankheiten. Vielleicht ist diese "Vita" ein Glücksfall, möglicherweise aber auch das Ergebnis einer wohlbedachten Entscheidung. Natürlich ließe sich argumentieren, dass es schon genügend Hunde gibt, ob vom Züchter oder im Tierheim oder bei verschiedenen Orgas. Wir leben auf dem Land, und da werden Hunde tatsächlich mitunter auf diese Weise weitergegeben.
Buddy wird am 08. Juli zwei Jahre alt. Ich glaube, dass sie so ist, wie sie ist, weil es ihr in den ersten, wichtigen Lebenswochen so gut erging. Im September 2009, 10 Wochen nach Buddys Geburt, durften wir sie holen. Die Welpenzeit war anstrengend, aber ich möchte die Erfahrung nicht missen (wenngleich ist sie auch nicht unbedingt nochmal wiederholen müsste....).
Unser zweiter Beagle ist ein Laborbeagle. Weil eben nicht jeder Hund
(momentan denke ich sogar, die wenigsten  )
so einen guten Start ins Leben hat, wir aber (wie Ihr sicher auch) unser Bestes tun, um zumindest im neuen Leben alles gut werden zu lassen.
Ich schreibe das auf, weil es mich unendlich traurig macht, zu wissen, dass Buddys Geschichte eine ganz andere ist als die der Laborhunde. Oder der Vermehrerhunde. Oder was es sonst noch alles gibt. Und weil es mich glücklich macht, Buddy und Georgia bei uns zu haben.
Liebe Grüße
Marion & die BeagleGirls